2018 - Junge Gemeinschaft

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Ausdrucksvolle Motive der „Generation Bunkerkinder“
(Quelle KSTA von Britta Meyer)

Stilvolles, buntes Ensemble: Petra Reuter und Monika Lamp mit ihren Gemälden im Jugendzentrum Bunker.                                                                                        Foto: Britta Berg

Petra Reuter und Monika Lamp stellten ihre Bilder aus
Kaum wiederzuerkennen war das  Jugendzentrum Bunker in der Dr.-August-Blank-Straße. Wo seit fast fünf  Jahrzehnten Jugendliche ihre zweite Heimat haben. Wo Bands und Musiker  ihre ersten Gigs proben und probten, erwartet am Eingang ein kleines  Empfangskomitee die Gäste. Statt leicht anarchischer  Jugendhausatmosphäre, stilvolles Ambiente in Schwarz mit bunten  Lichtspots. „Wir stellen unsere Einrichtung nur sehr selten für andere  Zwecke zur Verfügung“, sagt Jugendzentrumsleiter Reiner Hilken. „Heute  ist so eine Ausnahme. Die beiden Künstlerinnen Monika Lamp und Petra  Reuter stellen ihre Bilder aus.“ Kein Wunder, dass die  Eloba-Schülerinnen das rare Vergnügen haben, im legendären Bunker  erstmalig gemeinsam ihre Arbeiten zu zeigen. Gehören sie doch zu der  Generation „Bunkerkinder“, der auch Hilken und sein Bruder Günter Hilken  angehören.

Kostenloser Kreativworkshop
  
„Wir haben hier zusammen  viel Zeit verbracht“, sagt Lamp, dem die Einrichtung sehr am Herzen  liegt. „Das Schönste war, dass uns gestern und heute die Kinder mit  Begeisterung geholfen haben. Ohne die tatkräftige Unterstützung wäre der  Umbau hier viel schwieriger gewesen.“ Damit die Kinder und Jugendlichen  auch in den Genuss der Kunst kommen, veranstalten Lamp und Reuter daher  tags drauf einen kostenlosen Kreativworkshop.
 Doch an diesem Abend stehen erst einmal die eigenen Bilder im  Mittelpunkt. „Lyrics“ und „Aspekte“ sind die Titel der Ausstellung, die  nur ein Wochenende zu sehen sind. In ausdrucksvollen Motiven hat sich  Monika Lamp mit den Texten bekannter Lieder auseinandergesetzt. Vor  allem die Titel von Genesis, aber auch Peter Gabriel als Solokünstler  sind Thema. Kohlezeichnungen, Acrylmalerei, klein- und großformatig,  teils könnten sie als Cover des Songs durchgehen, zeigen eine Bandbreite  des kreativen Schaffens der Leverkusener Künstlerin.

Buntes Ensemble
Im  Nachbarraum, fast schon schrill bunt auf schwarzen Stellwänden hängen  die Arbeiten von Petra Reuter. Riesige Augen, umgeben von skizzenhaft  dahingeworfenen Porträts auf buntem Hintergrund. Die Reihe „Freundinnen“  von Petra Reuter stellt Gefühlswelten dar. „Der Blick soll mitnehmen“,  sagt Reuter über ihre Bilder. „Kaum ein Körperteil ist so ausdrucksstark  wie das Auge.“
Inmitten des bunten  Ensembles von Monika Reuter wird später am Abend der Leverkusener  ElektroMusik-Künstler „Mikebo“ auftreten. „Monika Lamp hatte mich  angesprochen, ob ich Lust hätte ihre Vernissage zu begleiten“, so  Mikebo. „Zwei Sets werde ich präsentieren, die sie persönlich aus meinem  Repertoire ausgesucht hat.“ Eine gelungene Kombination verschiedener  Kunstrichtungen, die am Freitag in einem Kultraum in Manfort  zusammentrafen. Für Reiner Hilken ein schöner Anlass, das von ihm  geleitete „Haus mit offenen Türen“, wie er sagt, einem neuen Publikum zu  präsentieren.
Aber vor allem möchte  er seinen Kindern und Jugendlichen, die ein Teil des  Ausstellungswochenendes sind, neue Einblicke gewähren und zum kreativen  Schaffen animieren.
© Junge Gemeinschaft 2016
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